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 Presse von Gerolzhofen (Main Post)
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Auszug des Artikels aus der Main Post (Autor und Foto: Matthias Endriß)
Von der Neuzeit ins Mittelalter
Seit 1998 ist der “Hatz von Hatzenstein” das Alter Ego Bulittas. Beschäftigt sich der promovierte Volkswirt in seiner Michelauer Firma unter der Woche beruflich mit durchaus modernen und zukunftsweisenden Dingen wie dem bargeldlosen Zahlungsverkehr, taucht er an den Wochenenden ab in eine Welt rund 1000 Jahre vor unserer Zeit.

Musiziert hat Benno Bulitta schon mit neun Jahren. Er lernte Klavier spielen, dann Gitarre, Cello, Trompete, Akkordeon, alle Arten von Orgeln und Flöten. Als Alleinunterhalter finanzierte er sich sein Studium in Würzburg. Volkswirtschaftslehre, Politologie, Soziologie. Und auch zwei Semester Musik. Dabei verblüffte er Dozenten und Kommilitonen mit seinem musikalischen Gehör. Die Töne, die der Professor dem Synthesizer entlockte - Benno Bulitta konnte sie aus dem Stehgreif aufs Notenpapier bringen. Etwas, was manchem angehenden Konzertpianisten nicht gelang. “Es ist eine Gabe Gottes”, meint Bulitta.
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Auch musikalisch hörte er nicht auf zu lernen. Neben die klassischen Instrumente traten mit der Zeit Dudelsack, Laute, Cister (“die Thüringer-Wald-Zither, das Lieblingsinstrument Martin Luthers”) und das “Chalumeau (“ein Vorläufer der Klarinette”). Beruflich zunehmend eingespannt auch in der Kommunalpolitik und bei Vereinen seiner Heimatstadt Scheinfeld stark engagiert, musizierte er nur noch privat für Freunde.

Ein Geschenk Gottes
Bis vor sechs Jahren der Wirt des Gasthauses “Grüner Baum” in Uffenheim, Helmut Geupel, an ihn herantrat. Ob er nicht als mittelalterlicher Sänger beim Ritteressen helfen könne, wurde Bulitta gefragt. Er konnte. Heute unterhält er bis zu 100 Mal im Jahr die Gäste... “Ein Fulltime-Job”, stöhnt Bulitta, aber der Schalk blitzt aus den munteren Augen hinter den schmalen Brillengläsern und verrät, dass er einen Heidenspaß an dieser Art von Stress hat: “Ich kann anderen Menschen mit dieser Art von Musik Freude machen, und das hundertfach im Jahr. Das ist ein Geschenk Gottes.”

Als er “Hatz von Hatzenstein” wurde, stürzte er sich in die Materie. Getreu seinem Motto: “Wenn ich etwas mache, mache ich es richtig.” Er hörte CDs mit mittelalterlicher Musik, schrieb die Noten ab. “Zum Teil habe ich noch bessere Harmonien geschrieben”, schmunzelte er. “Das hat mir nicht nur Sympathien eingebracht.” Mit der Zeit entstand so sein Buch “Rabenlieder”, eine Sammlung mittelalterlicher Liedtexte mit Noten. Von höfischer Minne bis hin zu sprachlich deftigen “Saufliedern” mit zahllosen erotischen Anspielungen hat er darin die Volksmusik der damaligen Zeit zusammengetragen.

Junke als Lehrmeister
Wenn aber “Hatz von Hatzenstein” die Bühne betritt, erwartet seine Zuhörer nicht nur ein Musikstück nach dem anderen. Hatz zaubert, Hatz erzählt Geschichten. Was seine Performance angeht, hat der mittelalterliche Sänger zwei neuzeitliche Lehrmeister. Einer davon ist Harald Juhnke. “Ich habe ihn 1989 einmal in Berlin im Kempinski erlebt”, schwärmt Bulitta: “ Das hat mich geprägt.” Bewegt hat ihn, wie Juhnke mit Witzen über sich selbst sein Publikum zum Lachen brachte. Kokettierte der Berliner mit seiner Alkoholsucht, tut es der Franke mit seiner Körperfülle.  “Ich mache halt Witze über meine Wampe.”

Auch der bayerische Barde Fredl Fesl hat es Bulitta angetan. Nicht nur, dass er sich den Namen aus einem von Fesls Gedichten seinen Namen “Hatz von Hatzenstein” entliehen hat, auch die Art, wie der Niederbayer mit humorvollen Monologen zwischen den Liedern seine Zuhörer zu den Songs hinführt, hat ihn fasziniert...

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KITZINGER REPORT vom 25. 5. 2005

Stimmung und gute Laune garantiert

Sommerach: Hatz von Hatzenstein (Dr. Benno Bulitta) ist ein genialer Stimmungsmacher und bringt gute Laune in Minuten zurück. Am kommenden Mittwoch, 1. Juni 2005 ist er zu Gast im Gasthof zum Schwan in Sommerach.

Der lustige Minnesänger und Entertainer Hatz von Hatzenstein stellt an diesem Tage seine gesamte Gage der Lebenshilfe eV Kitzingen zur Verfügung. Mit unterhaltsamen, lustigen Vortrtägen und witzigen fränkischen Liedern aus allen Jahrhunderten merkt man schnell, dass er Freude an der Musik hat. Sein Ziel, die Zuschauer zu begeistern und die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen, hat Hatz von Hatzenstein schon immer erreicht.

Die mittelalterliche Stimmungskanone ist sehr sozial engagiert und setzt sich daher gerne mit ganzer Kraft für den guten Zweck und für diejenigen Personen ein, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Das Unterhaltungsprogramm beginnt um 20 Uhr im historischen Saal des Gasthofes.

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